Die Geschichte und Legende des Heiligen Jakobus

Der Heilige Jakob, auch Jakob der Ältere genannt, war mit seinem Bruder Johannes einer der 12 Apostel.

Er reiste nach Spanien, predigte dort und mit unsäglicher Mühe gelang es ihm, ein paar Wenige für den christlichen Glauben zu gewinnen. Erfolglos zurück in Jerusalem wurde er 44 n. Chr. von König Herodes Agrippa enthauptet.

Der Apostel Jakobus starb als erster den Märtyrertod für seinen Glauben.

Legende

Der Legende nach wurde der Leichnam durch die Hilfe von zwei Freunden gestohlen und auf ein Schiff mit einer unsichtbaren Besatzung aus Engeln gebracht welches in Finisterre (was “das Ende der Welt“  bedeutet) strandete.

Dort stand an der Anlegestelle ein Ritter mit seinem Pferd. Sein Pferd war von dem hellen Schein, der von einem Stern auf den Apostel fiel so erschrocken, dass es ins Wasser sprang und den Ritter mit sich riss. Der Ritter überlebte und stieg muschelbedeckt aus dem Wasser.

Der Leichnam des Apostels wurde auf einen Ochsenkarren geladen, ins Landesinnere gebracht und dort beigesetzt.

Dann wurde es still um den Apostel Jakobus.

Fast 800 Jahre später soll sich Jakobus dem Eremiten Pelayo auf dem “ Sternenfeld“, spanisch “Compostela“, gezeigt haben.

Aus diesem Ort entwickelte sich Santiago de Compostela.

Bau des Wallfahrtszentrums

813 begann dort der Bau eines Wallfahrtszentrums. Am 25. Juli 816 wurden die Reliquien des Jakobus in der neuen Kirche beigesetzt. Der 25. Juli wird noch heute als Gedenktag gefeiert. Seit 1122 wird das Heilige Jahr ausgerufen, wenn der 25. Juli auf einen Sonntag fällt.

Im 12. Jahrhundert erreichte das Pilgertum seinen Höhepunkt mit 400.000 Pilgern jährlich. Sie kamen aus ganz Europa. Der wohl berühmteste Pilger war Franz von Assisi.

Die Jakobsmuschel diente dem christlichen Pilger zum Wasserschöpfen und sollte ihn auf dem Heimweg und noch in seiner Heimat schützen.

Ursprünglich diente die Jakobsmuschel als Nachweis, dass die Reise tatsächlich absolviert wurde. Nach seiner Rückkehr verlieh sie dem Träger Ansehen, mancher ließ sich die Muschel mit ins Grab legen.

Seit dem 13. Jahrhundert erhält man in Santiago de Compostela ein Beglaubigungsschreiben, die heutige “La Compostela“. Dafür müssen die letzten 100 km zu Fuß oder  200 km mit dem Fahrrad zurückgelegt worden sein.

In den 1970ern und 1980ern wurde die Pilgerfahrt nach Santiago de Compostela wiederbelebt.

1987 wurde der Jakobsweg Weltkulturerbe der UNESCO.

Europaweit gelten Schilder mit der gelben Muschel als Wegweiser für den Jakobsweg.

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